Umweltmanagement

Engagiertes Umweltmanagment am Flughafen Wien

Seit 1978 wird am Flughafen Wien aufgrund behördlicher Auflagen jährlich von der Versuchsanstalt für Wärme- und Schalltechnik am TGM in Wien eine 66 dB(A)-Lärmzone berechnet.

 

Nachdem 2009 aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage die Flugbewegungen innerhalb der sechs verkehrsreichsten Monate um 10,5 Prozent zurückgegangen waren, war 2010 ein Anstieg um 3,4 Prozent zu verzeichnen. Die von der 66 dB(A)-Fluglärmzone umschlossene Fläche beträgt nunmehr 11,66 km2 und ist damit im letzten Jahr um 12,5 Prozent größer geworden.

 

Trotz Zunahme der Flugbewegungen um 285 % seit 1980 - der flächenmäßig größten Ausdehnung der 66 dB(A)-Fluglärmzone - verringerte sich die 60 dB(A) Zone um 66 %.

 

FANAMOS -  Lärmmessung

Bei der Analyse von Fluggeräuschen kommt dem FANOMOS zentrale Bedeutung zu. FANOMOS misst mit 14 fixen und 4 mobilen Messstellen die Fluggeräuschimmissionen von startenden und landenden Flugzeugen. Zur Sicherstellung der Messgenauigkeit führt das System alle sechs Stunden eine akustische und elektrische Überprüfung durch. Die für die Aufzeichnung notwendigen Radar- und Fluginformationsdaten stellt Austro Control zur Verfügung. FANOMOS führt die Flugdaten mit den an den Messstellen erfassten Ereignissen zusammen.
 

Luftgütemessung

Unter www.numbis.at können die Messwerte der einzelnen Messpunkte, auch jene vom Flughafen Schwechat abgerufen werden. Somit sind die Werte von Schwefeldioxid und Stickoxiden jederzeit verfügbar und können mit den Messwerten anderer Messstellen verglichen werden. Die Messergebnisse der in der näheren Umgebung des Flughafen Wien installierten Messstellen weichen von den unmittelbar am Flughafen Gelände gewon ne nen Daten nur geringfügig ab. Die Situation am Flughafen Wien entspricht der Randlage einer Großstadt mit geringen Immissionen Benzol, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Staub und Schwermetallen sowie einer mäßigen Belastung durch Stickoxide. Die Ozonwerte im Flughafenareal entsprechen der groß räumigen Situation im Wiener Becken. Die aktuellen Monatswerte können auch unter www.vie-umwelt.at eingesehen werden.
 

Spurensuche Online

Unter www.flugspuren.at können seit Mitte 2009 Flugspuren bis zu vierzehn Tage rückwirkend abgerufen und dargestellt werden. Auf Basis seitens ACG zur Verfügung gestellter Radardaten erhalten Interessierte Informationen über den Verlauf von Starts und Landungen vom und zum Flughafen Wien. Das Programm unterscheidet nach Landung, Start, Pistenrichtung, Abflugroute, Flughöhe und Uhrzeit. Weiters werden die Flugspuren nach der Antriebsart - Propellermaschine oder Jet - unterschieden.
 

Umwelt und Luftfahrt - die Informationsplattform

„Umwelt und Luftfahrt“ www.vie-umwelt.at ist ein wichtiger Baustein in der Kommunikation mit der vom Flugverkehr betroffenen Bevölkerung. Mit diesem Kontaktformular bzw. unter 0810 22 33 40 (zum Ortstarif) ist ein Team von speziell geschulten Mitarbeitern zum Ortstarif erreichbar. Das „Info-Telefon Umwelt und Luftfahrt“ ist von 7 - 23 Uhr besetzt, in den Nachtstunden besteht die Möglichkeit Anfragen oder Beschwerden auf einen Anrufbeantworter aufzusprechen. Die Hauptverantwortung und Betreuung des Teams liegt beim Flughafen Wien. Das Dialogforum Flughafen Wien und seine Mitglieder wie Austro Control, Austrian Airlines Group, Umweltanwaltschaft Niederösterreich, Gemeinde Wien und die Österreich-Plattform Fluglärm stehen dem Projekt beratend zur Seite.