Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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siehe: Finanzmarktaufsicht
siehe: Finanzmarktaufsichtsgesetz
(FOOTSIE) Der Financial Times Stock Exchange Index umfasst die 100 wichtigsten Aktien, die an der LSE (London Stock Exchange) gehandelt werden. Er wird von der FTSE-Group ermittelt, die aus einem Joint Venture der London Stock Exchange mit der Financial Times hervorging. Der "Footsie" existiert seit 1984 und wird real-time ermittelt.
(Fair Value, Theoretischer Preis) Wert eines Futures oder einer Option, der anhand eines theoretischen Preismodells (z.B. Black&Scholes-Modell) unter Berücksichtigung preisbestimmender Einflussfaktoren berechnet wird.
(Fair Value, Theoretischer Preis) Wert eines Futures oder einer Option, der anhand eines theoretischen Preismodelles (z.B. Black&Scholes-Modell) unter Berücksichtigung kursbestimmender Einflußfaktoren berechnet wird.
(Mistrade) Aufgrund eines Irrtums in der Auftragseingabe herbeigeführter Geschäftsabschluss, der unter bestimmten Voraussetzungen (Preis- und Zeitkomponente) storniert werden kann.
Eine Order, die mit dem Zusatz Fill-and-kill (FAK) in das Handelssystem OMex® eingegeben wurde, wird so weit wie möglich ausgeführt. Nicht ausführbare Teile des Auftrages werden automatisch vom System gelöscht.
Eine Order, die mit dem Zusatz Fill-or-kill (FOK) in die Handelssysteme Xetra® oder OMex® eingegeben wurde, wird entweder sofort und vollständig ausgeführt oder, wenn eine vollständige Ausführung nicht möglich ist, automatisch vom System gelöscht. Zu beachten ist, dass die Ausführung auch in mehreren Teilausführungen mit verschiedenen Preisen erfolgen kann.
siehe: Endabrechnung
Untersuchung von Unternehmen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Lage, zukünftigen Erfolge und Zahlungsfähigkeit (Liquidität). Die Finanzanalyse bildet die Grundlage für Veranlagungsentscheidungen.
(FMA) Die FMA überwacht als unabhängige Behörde auf Basis des Finanzmarktaufsichtsgesetzes (FMAG) die Ordnungsmäßigkeit der vom Börseunternehmen Wiener Börse AG betriebenen Märkte in Österreich. Ihre Aufgaben sind unter anderem im Börsegesetz (BörseG) und im Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) geregelt und haben auf das volkswirtschaftliche Interesse an einem funktionsfähigen Kapitalmarkt und insbesondere auf die Interessen der Anleger Bedacht zu nehmen. Die Aufgabenbereiche der FMA gliedern sich in Bankenaufsicht, Versicherungsaufsicht, Wertpapieraufsicht und Pensionskassenaufsicht.
(FMAG) Das FMAG ist am 01.04.2002 in Kraft getreten und regelt die Überwachung des österreichischen Finanzmarktes durch die Finanzmarktaufsicht (FMA).
(Fortlaufender Handel) Laufende Erfüllung aller Aufträge, die preis- und mengenmäßig zusammenpassen, d.h. während der gesamten Handelszeit können Aufträge erteilt und Geschäfte abgeschlossen werden.
Variabel verzinste Anleihen, deren Verzinsung sich am aktuellen Marktzinsniveau orientiert. Vierteljährlich bis jährlich wird der Zinssatz angepasst. Geldmarktfloater verändern sich gemäß dem Geldmarktzinssatz. Kapitalmarktfloater haben als Referenzzinssatz die durchschnittliche Sekundärmarktrendite z.B. von Bankanleihen oder von Bundesanleihen.
siehe: Floater
Bezeichnung für den Börsensaal (Parkett) der New York Stock Exchange. Im Zusammenhang mit Anleihen gibt ein Floor die Zinsuntergrenze bei variabel verzinsten Anleihen an. Im Zusammenhang mit einem Optionsschein gibt ein Floor die Untergrenze an, bis zu der ein Put-Optionsscheininhaber an der Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellen Preis für den Basiswert partizipiert.
siehe: Investmentfonds
Eine Anleihe, die von öffentlichen Fonds(Investmentfonds), wie zum Beispiel dem Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds, ausgegeben wird. Es haftet sowohl der Fonds als auch, in den meisten Fällen, der Bund.
Gremium, das Anlageentscheidungen für den jeweiligen Investmentfonds trifft.
siehe: FT-SE 100
Ein Wertpapier, das eine Forderung des Inhabers gegenüber dem Emittenten verbrieft, wie z.B. Anleihen, Pfand- und Kommunalbriefe.
Charakteristische Preisverläufe, die im Rahmen der Chartanalyse Prognosen über die künftige Preisentwicklung ermöglichen sollen. Zu den bekanntesten Formationen zählen Flagge, Keil und Wimpel, die Kopf-Schulter-Formation sowie die M&W-Formation.
siehe: Fließhandel
Termingeschäft, das zwischen Käufer und Verkäufer direkt, d.h. nicht über einen von einem Börseunternehmen betriebenen Markt, abgeschlossen wird. Die Geschäftspartner können hier individuell über die Art, den Preis, die Menge und über die Fälligkeit entscheiden. Auch die Sicherheitsleistungen müssen individuell vereinbart werden, da bei diesem Termingeschäft der Geschäftspartner und nicht das Clearinghaus das Risiko bei Nichterfüllung trägt.
siehe: Streubesitzfaktor
Vermitteln an den von einem Börseunternehmen betriebenen Märkten Wertpapiergeschäfte zwischen den an den Börseunternehmen vertretenen Banken (Mitgliedern). Sie sind frei von den Verpflichtungen, die den amtlichen Maklern auferlegt sind. Freie Makler können auch Eigengeschäfte tätigen.
siehe: Geregelter Freiverkehr
In der Bilanz eines Unternehmens ausgewiesene Schulden eines Unternehmens mit unterschiedlicher Fristigkeit. Umfangreiche Fremdmittelaufnahmen erhöhen die Gefahr von Liquiditätsengpässen und Rückzahlungsschwierigkeiten.
In einer fremden Währung begebene Anleihe. Wechselkursänderungen bedeuten ein zusätzliches Risiko.
Methode zur Bewertung und Prognose von Aktienpreisen. Ausgegangen wird von der Annahme, dass der Preis einer Aktie von der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens bestimmt wird. Die Fundamentalanalyse ermöglicht es daher, über- und unterbewertete Aktien herauszufinden und daraus Empfehlungen abzuleiten. Auch die volkswirtschaftlichen Aspekte des Umfelds, in dem sich das Unternehmen bewegt, werden berücksichtigt (Chartanalyse).
(Garantierte Anleihe) Anleihe, die entweder eine zusätzliche Staatsgarantie aufweist oder durch einen Deckungsfonds gesichert ist. Fundierte Bankschuldverschreibungen bieten den Gläubigern eine insolvenzrechtliche Sonderstellung, d.h., dass sie im Falle des Konkurses der Bank vorrangig behandelt werden.
(Finanzterminkontrakt) Ein Future wird auch als unbedingtes Termingeschäft bezeichnet. Als Inhaber bzw. Stillhalter hat man die Verpflichtung, zu einem genau definierten Zeitpunkt einen bestimmten Basiswert, zum Beispiel eine Aktie, zu einem vorher festgelegten Preis kaufen oder verkaufen zu müssen. Futures sind hinsichtlich ihrer Ausgestaltung (Kontraktspezifikationen) standardisiert und daher an einem von einem Börseunternehmen betriebenen geregelten Markt handelbar. Futures, die nicht an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt gehandelt werden, bezeichnet man als Forwards.