Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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Abkürzung für International Accounting Standards.
(International Financial Reporting Standards) IFRS sind internationale Rechnungslegungsvorschriften die primär Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens liefern.
siehe: Immediate or Cancel.
siehe: Initial Public Offering.
(International Securities Identification Number) Die ISIN ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination und stellt eine Identifikation für ein Wertpapier auf internationaler Ebene dar.
siehe: in-the-money, im Geld.
Mit Hilfe dieser Orderart können institutionelle Investoren große Aufträge im Handelssystem Xetra® plazieren, ohne die Preise sofort negativ zu beeinflussen, da von dieser großen Order nur ein Bruchteil (Peak-Size) im allgemeinen Auftragsbuch angezeigt wird. Sobald die Peak-Size vollständig ausgeführt wurde, wird die nächste „Spitze“ im Orderbuch angezeigt. Die Plazierung der Order erfolgt somit immer „stückchenweise“. Zu beachten ist allerdings, dass während regulärer Auktionen (z.B. Eröffnungsauktion) die gesamte Ordermenge angezeigt wird.
(in-the-money, ITM) Eigenschaft einer Option, die einen inneren Wert > 0 hat. Ein Call ist im Geld, wenn der Preis des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt. Ein Put ist im Geld, wenn der Preis des Basiswertes unter dem Ausübungspreis liegt.
(IOC) Eine Order, die mit dem Zusatz Immediate-or-cancel in das Handelssystem Xetra® eingegeben wurde, wird so weit wie möglich ausgeführt. Nicht ausführbare Teile des Auftrages werden automatisch vom System gelöscht.
(Implied Volatility) Von den Marktteilnehmern erwartete Preisschwankungsbreite des einer Option zugrundeliegenden Basiswertes über die Restlaufzeit dieser Option. Sie wird von den am Markt tatsächlich existierenden Optionspreisen abgeleitet.
siehe: ITM, im Geld
(Aktienindex) Statistische Kennzahl, mit der Veränderungen gegenüber einem früheren Zeitpunkt (Preis- und Konjunkturbewegungen) sichtbar gemacht werden können. Ein Aktienindex ist ein Preisindex oder ein Performanceindex, der die durchschnittliche Preisentwicklung des Aktienkorbes, eines Landes, einer Region insgesamt oder einzelner Branchen darstellt. Ausgangspunkt ist das Preisniveau an einem bestimmten Tag.
Der Wert aller in einem bestimmten Index enthaltenen Unternehmen. Der Unternehmenswert errechnet sich aus der Multiplikation des Preises mit der Anzahl aller Aktien, die im Index enthalten sind.
Eine Option, deren Basiswert ein Index ist.
(indicative NAV, Net Asset Value) Die Summe aller Vermögensbestände eines Investmentfonds (Exchange Traded Funds), also der Wert aller Wertpapiere, Barguthaben, Geldeinlagen sowie sonstiger Rechte. Der indikative NAV wird während des Handelstages laufend ermittelt.
Eine Anleihe, die von einem Industrieunternehmen begeben wird. Bei Industrieanleihen haftet das emittierende Unternehmen mit seinem Vermögen.
Anhaltende Preisniveausteigerung bzw. Kaufkraftschwund des Geldes. Sie ist gegeben, wenn das Güterangebot unterhalb der monetären Gesamtnachfrage liegt.
Der Inhaber einer Option hat das Recht (aber nicht die Verpflichtung), den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put), Gegenposition: Stillhalter.
Eine Aktie, die auf keinen bestimmten Namen lautet. Der Eigentümerwechsel erfolgt durch einfache Übergabe. Gegenteil: Namensaktie
siehe: Einschuss
(IPO) Einführung eines Unternehmens an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt durch Verkauf von Unternehmensanteilen (Aktien) an das anlagesuchende Publikum.
(Intrinsic Value) Der innere Wert einer Option wird aus der Differenz zwischen dem aktuellen Preis des Basiswertes und dem Ausübungspreis, multipliziert mit dem Optionsverhältnis berechnet. Berechnung im Falle einer Kaufoption: Preis des Basiswertes minus Ausübungspreis multipliziert mit dem Optionsverhältnis. Berechnung im Falle eines Puts: Ausübungspreis minus Preis des Basiswertes multipliziert mit dem Optionsverhältnis. Ist das Ergebnis negativ, beträgt der innere Wert null.
siehe: Andienungspreis
Das österreichische Börsegesetz unterscheidet zwei Typen von Insidern: Primär- und Sekundärinsider. Primärinsider sind Personen, die entweder auf Grund ihres Berufes oder einer Kapitalbeteiligung Zugang zu einer Insiderinformation haben. Sekundärinsider sind Personen, die eine Insiderinformation erhalten oder in Erfahrung gebracht haben.
Insiderinformationen sind Informationen über vertrauliche Tatsachen, die mit einem Wertpapier oder Emittenten in Zusammenhang stehen und die geeignet sind, den Preis des Wertpapiers erheblich zu beeinflussen, wenn sie der Öffentlichkeit bekannt werden. Das Ausnützen von Insiderinformationen z.B. zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren ist verboten und strafbar.
Zahlungsunfähigkeit des Schuldners (z.B. Wertpapieremittenten)
Als institutionelle Anleger werden Kapitalsammelstellen mit hohen Anlagemengen bezeichnet, wie z.B. Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Fondsgesellschaften und Bausparkassen.
Großunternehmen wie Versicherungen, Pensionskassen und Kapitalanlagegesellschaften, die hohe Geldbeträge (oft längerfristig) veranlagen.
siehe: Außerbörslicher Handel
(IAS) Internationale Rechnungslegungsgrundsätze, die eine internationale Vergleichbarkeit von Unternehmensdaten ermöglichen.
(IFRS) Internationale Rechnungslegungsgrundsätze, die eine internationale Vergleichbarkeit von Unternehmensdaten ermöglichen.
siehe: innerer Wert
Der sich aus dem Fondsvermögen für einen bestimmten Stichtag errechnete Wert eines Investment-Zertifikates.
(Fonds) Ein aus Wertpapieren, die nach dem Grundsatz der Risikostreuung ausgewählt sind, bestehendes Sondervermögen. Es zerfällt in gleiche, in Wertpapieren verkörperte Anteile, steht im Miteigentum der Anteilsinhaber und wird von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet.
siehe: Investmentzertifikat
siehe: Kapitalanlagegesellschaft
Ein Wertpapier, das einen Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Investmentfonds verkörpert.
Begriff für die Kommunikation eines Unternehmens mit seinen aktuellen und potenziellen Aktionären. Investor Relations sind ein wichtiger Bestandteil der so genannten "Aktionärspflege".