Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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siehe: Kapitalanlagegesellschaft
Abkürzung für Kapitalertragssteuer
Kurs-Gewinn-Verhältnis
(Investmentgesellschaft) Unternehmen, welches das gegen Ausgabe von Investmentzertifikaten erhaltene Geld der Anleger nach dem Prinzip der Diversifikation in Wertpapieren veranlagt.
Erhöhung des Grundkapitals aus dem Gesellschaftsvermögen (d.h. aus eigenen Mitteln). Offene Rücklagen werden in dividendenberechtigtes Grundkapital umgewandelt, d.h. das Kapital wird berichtigt. Die Aktionäre erhalten ohne zusätzliche Einzahlung Berichtigungsaktien, die oft als Bonusaktien bzw. Gratisaktien bezeichnet werden. Der Ausdruck Bonusaktien bzw. Gratisaktien ist irreführend, weil der Aktionär bei einer Kapitalberichtigung nichts geschenkt bekommt: Er hat ja Anteil an den Rücklagen, aus denen das Grundkapital erhöht wird.
Eigenkapitalbeschaffung durch Erhöhung des Grundkapitals. Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen werden den Altaktionären mittels Bezugsrecht Junge Aktien zu einem festen Preis und in einem bestimmten Verhältnis zu ihrem bisherigen Aktienbesitz überlassen. Bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen wird das Grundkapital durch die Einbringung einer Sacheinlage (z.B. Grundstück, anderes Unternehmen etc.) erhöht. Derjenige, der die Sacheinlage in das Unternehmen einbringt, erhält einen entsprechenden Anteil an diesem in Form von Jungen Aktien. Davon zu unterscheiden ist die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalberichtigung).
(KESt)Zinsen und Dividenden österreichischer Wertpapiere unterliegen der 25%igen Kapitalertragsteuer. Damit ist die Einkommensteuer abgegolten, bei Aktien und Forderungspapieren auch die Erbschaftsteuer.
Reduktion des Grundkapitals, um z.B. entstandene Verluste zu beseitigen. Meist vorgenommen im Rahmen einer Sanierung.
Der rechnerische Wert eines Unternehmens. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation der Anzahl aller Aktien mit dem aktuellen Börsepreis der jeweiligen Gesellschaft.
Markt für langfristige Finanzierungsmittel. Gegenteil: Geldmarkt
Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung, oft auf die ursprüngliche Höhe. Im Sanierungsfall werden so von den Aktionären Geldmittel in der Höhe der Kapitalherabsetzung zugeführt.
(Kassamarkt) Geschäft, bei dem der Geschäftsabschluss an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt und dessen Erfüllung zeitgleich erfolgen. Gegenteil: Termingeschäft
siehe: Kassageschäft
Bezeichnung für an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt gebildeten Preis von am Kassamarkt gehandelten Wertpapieren.
Erfüllungstag für alle an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt getätigten Wertpapiergeschäfte. An diesem Tag erfolgen Lieferung und Bezahlung der Wertpapiere.
(Bundesschatzscheine) Festverzinsliches Forderungspapier, das von Banken zur Deckung des kurz- bis mittelfristigen Kapitalbedarfes (ein bis fünf Jahre Laufzeit) emittiert wird. Werden solche Papiere vom Bund emittiert, heißen sie Bundesschatzscheine. Kassenobligationen und Bundesschatzscheine werden meistens von institutionellen Anlegern gekauft.
siehe: Call
(KTX®) Ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex und besteht aus den umsatzstärksten Aktien und Global Depositary Receipts (GDRs) von Unternehmen, die ihre Hauptgeschäftstätigkeit in Kasachstan haben und an der London Stock Exchange (LSE) gehandelt werden. Der Index wird von der Wiener Börse AG real-time in EUR und USD berechnet und veröffentlicht. Der Startwert des KTX® wurde per 2. Jänner 2007 mit 1.000 Punkten festgelegt.
Besteht aus einer Verknüpfung verschiedener Optionen. Die Konstruktion erfolgt grundsätzlich durch das gleichzeitige Eingehen zweier Terminpositionen. Die angestrebte Strategie wird durch die individuelle Zusammensetzung angebotener Grundstrategien vollzogen und stellt durch Addition der jeweiligen Gewinn- und Verlustchancen der einzelnen Optionen das Gesamtrisikoprofil dar. Die Ausführung dieser Einzelaufträge ist insofern voneinander abhängig, dass nur alle Aufträge gemeinsam zur Ausführung gelangen können. Beispiele für kombinierte Strategien sind Bear Spread, Bull Spread, Straddle und Strangle.
siehe: Kombinierte Strategien
Ein Forderungspapier, dessen Emissionserlös den Ländern und Gemeinden zufließt. Die Forderungen der Anleger sind durch Pfandrechte an Einnahmen (allenfalls durch Grundstücke) der Länder und Gemeinden gesichert.
Jene Banken, die gemeinsam ein Emissionssyndikat bilden.
siehe: Emissionssyndikat
Bezeichnung für die Abschlusseinheit, die an Terminmärkten für Options- und Futuresgeschäfte vorgeschrieben sind.
Die vorgeschriebene Mindestgröße eines Optionskontraktes. Die Kontraktgröße von an der Wiener Börse AG gehandelten Aktienoptionen beträgt 50 Stück des Basiswertes, bei Optionen auf den ATX sind 100 Indexpunkte die Mindestgröße.
Die Kontraktspezifikationen legen die vertragliche Ausgestaltung von Futures und Optionen (hinsichtlich Basiswert, Laufzeit, Ausübungspreis, Kontraktgröße, Lieferung usw.) fest.
Zahl der gehandelten Kontrakte.
Der Kontraktwert beschreibt die, einem Termingeschäft tatsächlich zugrundeliegenden Werte. Der Kontraktwert wird wie folgt berechnet: Anzahl der Kontrakte multipliziert mit der Kontraktgröße und dem Preis des Basiswertes.
Umwandlung eines Forderungspapiers in ein anderes, „neues“ mit veränderten Bedingungen.
(Preisfaktor) Faktor, der für jede lieferbare Anleihe bekanntgegeben wird und der der Umrechnung des Anleihenpreises auf den idealtypischen Basiswert (und umgekehrt) dient. siehe: Andienungspreis
(Pensionsgeschäft) Geschäfte, bei denen der Besitzer (Pensionsgeber) von Vermögenswerten (z.B. Forderungen, Wertpapiere) diese an einen Dritten (Pensionsnehmer) für eine begrenzte Zeit unter Übernahme der Rückkaufverpflichtung veräußert. Der Zeitpunkt der Rückgabe ist von vornherein vereinbart oder wird später festgelegt. Für die Zeit des Kostgeschäftes geht das Eigentum an den Vermögenswerten an den Pensionsnehmer über.
(Erträgnisschein) Zins- oder Dividendenschein eines Wertpapiers, der zum Bezug der fälligen Erträge oder der Ausübung sonstiger Rechte (Bezugsrechte) berechtigt.
siehe: Börsepreis
(KGV) Zeigt an, wie oft der Gewinn pro Aktie im Preis enthalten ist oder wie oft dieser errechnete Gewinn ausgeschüttet werden müsste, um den aktuellen Kaufpreis zu refinanzieren. Je niedriger das KGV, desto "günstiger" ist eine Aktie. Der Gewinn pro Aktie wird im Voraus annäherungsweise berechnet und darf nicht mit der tatsächlichen Dividende verwechselt werden.