Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

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Abkürzung für Partizipationsschein
siehe: Gewinnschuldverschreibung
(PS) Partizipationsscheine sind Inhaberpapiere, durch die der Anleger am Vermögen und am Geschäftserfolg eines Unternehmens beteiligt ist. Sie sind der Vorzugsaktie sehr ähnlich, da zwar nicht alle, aber ein Teil der Rechte des Aktionärs auch dem Inhaber eines Partizipationsscheines zustehen.
Aktien, die nur zum Teil einbezahlt wurden.
Eigenkapital und alle Verbindlichkeiten (Verpflichtungen) eines Unternehmens, die in der Bilanz des Unternehmens enthalten sind und den Aktiva gegenübergestellt werden.
Das Portfolio entspricht einer vorher festgelegten Benchmark. Es findet keine Einzeltitelauswahl statt. Das Portfolio entwickelt sich sozusagen genau so wie der zu Grunde liegende Index (z.B. ATX).
siehe: Kostgeschäft
Wertentwicklung ("Leistung") einer Vermögensanlage (z.B. Portfolios, Investmentfonds oder einer einzelnen Aktie), meist auf einen bestimmten Zeitraum bezogen und in Prozent ausgedrückt.
Ein Performanceindex berücksichtigt im Gegensatz zu einem Preisindex zusätzlich die Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen und gibt damit Auskunft über die vollständige Wertentwicklung eines Portfolios (z.B. ATX50 Performance und DAX).
Forderungspapier, mit dessen Emissionserlös Hypothekarkredite finanziert werden, für die der Kreditnehmer seine Liegenschaft als Sicherstellung verpfändet. Die Ausgabe erfolgt nur über berechtigte Banken, sog. Hypothekenbanken.
siehe: Straight Bond
Unterbringung von Wertpapieren beim anlagesuchenden Publikum.
(PTX®) Ein von der Wiener Börse AG entwickelter und real-time (Real-Time-Index) berechneter Preisindex, der aus polnischen Blue Chip-Aktien besteht. Der PTX® ist Basiswert für an den vom Börseunternehmen Wiener Börse AG betriebenen geregelten Markt gehandelte und in Euro abgerechnete Futures und Optionen. Der Startwert des PTX® wurde am 15. Juli 1996 mit 1.000 Punkten festgesetzt. Dieser Index wird in Euro, US-Dollar und Lokalwährung berechnet.
siehe: Portfolio
(Portefeuille) Gesamtheit der Veranlagung in Wertpapieren, die ein Kunde, ein Unternehmen oder ein Investmentfonds besitzt.
Derjenige, der für ein Portfolio in eigener Verantwortlichkeit und gemäß der vereinbarten Richtlinien die Entscheidungen für den An- und Verkauf von Wertpapieren trifft.
Das konkrete Engagement am Finanzmarkt, also die Rechte und Pflichten eines Marktteilnehmers nach einer Transaktion. Eine Position entsteht durch eine Eröffnungstransaktion und wird durch eine Glattstellungstransaktion wieder beendet. Graphisch werden Positionen häufig als Gewinn-Verlust-Diagramme dargestellt, auf denen sich ablesen lässt, wie hoch die Gewinne bzw. Verluste sind, wenn sich der Preis des Basiswertes verändert.
siehe: Konversionsfaktor
Berücksichtigt im Gegensatz zum Performanceindex keine Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen und dient vor allem als Benchmark für die zugrunde liegende Marktentwicklung.(z.B. ATX).
Zusatzinformation zu den von an einem von einem Börseunternehmen betriebenen Markt gebildeten Preisen, die der genaueren Kennzeichnung der Marktlage dienen. Dazu zählen eB für ex Bezugsrecht und eD für ex Dividende.
siehe: Optionspreis
(Vertikaler Spread) Kombinierte Optionsstrategie, bei der Optionen vom gleichen Optionstyp mit gleichen Laufzeiten, aber mit unterschiedlichen Ausübungspreisen gleichzeitig gekauft und verkauft werden. Man unterscheidet zwischen Bull Spread, der auf steigende Preise, und Bear Spread, der auf sinkende Preise des Basiswertes ausgelegt ist.
Festsetzung des Emissionspreises.
Bezeichnung für den Emissionsmarkt, d.h. die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren und deren Verkauf an Anleger.
Aus den einzelnen Renditen der am Primärmarkt umlaufenden Forderungspapiere wird regelmäßig eine durchschnittliche Primärmarktrendite ermittelt.
(Emissionsprospekt, Zeichnungsprospekt) Veröffentlichung der wichtigsten Angaben über den Emittenten und über die geplante Emission. Dadurch soll dem Anleger ermöglicht werden, sich über die mit dem Wertpapier verbundenen Rechte sowie über die Vermögens- und Ertragslage bzw. Zukunftsaussichten des Emittenten zu informieren.
Haftung des Emittenten, Wirtschaftsprüfers und der verantwortlichen Bank für die Richtigkeit und Vollständigkeit aller Angaben im Prospekt.
Gesetzliche Verpflichtung vor der Emission von Wertpapieren einen Prospekt zu veröffentlichen.
Gedeckter Kauf einer Put-Option. Kauf eines Puts zur Absicherung eines Basiswertes, wobei das Gesamtrisiko der bezahlten Prämie des Put entspricht. Es entsteht die synthetische Position eines Long Call.
Angabe des Preises in Prozent des auf dem Wertpapier angegebenen Nennwertes; bei Forderungspapieren üblich. Gegenteil: Stücknotierung
Seit Jänner 2003 wird von Banken und Versicherungen ein prämienbegünstigtes Vorsorge-Produkt angeboten, welches als Ergänzung zur staatlichen und betrieblichen Pension geschaffen wurde. Anleger erhalten auf ihre jährlichen Beiträge eine staatliche Prämie, die zwischen 8,5 % und 13,5 % variiert. Weiters genießen die Anleger während der Ansparphase völlige Steuerfreiheit auf die Prämien und Erträge der Veranlagung. Die Anbieter sind verpflichtet, eine nominelle Kapitalgarantie zu geben. Da ein bestimmter Anteil in inländische Aktien investiert werden muss, ist das Zukunftsvorsorge-Produkt auch für den österreichischen Kapitalmarkt von Bedeutung.
Klassischer Börsentyp, bei dem der Handel in einem Börsensaal stattfindet. Die Wiener Börse AG verfügt heute wie die meisten europäischen Börseunternehmen über elektronische Handelssysteme und ist keine Präsenzbörse mehr.
(Verkaufsoption) Option, die ihren Erwerber berechtigt, aber nicht verpflichtet, eine bestimmte Menge (Kontraktgröße) des Basiswertes (Underlying) zu einem vereinbarten Preis (Ausübungspreis) innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (Laufzeit) zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Erwerber der Option dem Verkäufer eine Prämie. Der Gegensatz dazu ist der Call. Der Put kann gekauft (Long Position) und verkauft (Short Position) werden.
Grundlegende Arbitragebeziehung (Arbitrage) zwischen Call, Put, Ausübungspreis und Basiswert. Callpreis minus Putpreis ist gleich Preis des Basiswertes minus auf den Verfallstag abgezinsten Ausübungspreis.
Beschreibt das Verhältnis gehandelter Puts zu gehandelten Calls. Werden gleich viele Kontrakte gehandelt, ist die Put-Call-Ratio 1, werden mehr Calls als Puts gehandelt, wird das Verhältnis kleiner, werden mehr Puts als Calls gehandelt, wird es größer.
Untersegment des Marktsegment equity market.at der Wiener Börse AG, in dem Wertpapiere, die zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sind und den speziellen Zusatzanforderungen für die Aufnahme in den Prime Market entsprechen, zusammengefasst sind. Der Handel dieser Wertpapiere findet über das Handelssystem Xetra® statt. Als Handelsmodell steht der fortlaufende Handel mit Auktionen zur Verfügung.