Börselexikon

Das Börselexikon wird zur Verfügung gestellt von der Wiener Börse.

 

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z
(Multilaterales Handelssystem) Ein von einer Wertpapierfirma oder einem Marktbetreiber betriebenes multilaterales System, das die Interessen einer Vielzahl Dritter am Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten innerhalb des Systems nach nicht-diskretionären Regeln in einer Weise zusammenführt, die zu einem Vertrag gemäß den Bestimmungen des Titels II der Richtlinie 2004/39/EG führt, das jedoch kein geregelter Markt ist.
Das "magische Dreieck" der Vermögensveranlagung veranschaulicht den Konflikt zwischen Sicherheit, Liquidität und Rendite. Anleger versuchen, die für sie optimale Abstimmung dieser drei Faktoren zu verwirklichen.
Jener Teil des Wertpapiers, in dem das Anteils- bzw. Forderungsrecht verbrieft ist. Ergänzt wird der Mantel durch den Kupon.
(Bareinschuss) Sicherheitsleistung, die für Futures-Positionen bei der Clearingstelle hinterlegt werden muss. Bei Futures wird zwischen der Initial Margin und der Variation Margin, die dem täglichen Gewinn- bzw. Verlustausgleich dient, unterschieden. Bei Optionen ist die Hinterlegung der Margin nur bei Short Positionen erforderlich. Die Margin kann in bar oder in Form von Wertpapieren (Aktien und lombardfähige Titel) zur Verfügung gestellt werden.
Aufforderung, im Falle der Unterschreitung der hinterlegten Margin zusätzliche Sicherheitsleistungen für eine bestehende Position zu erbringen.
Marktteilnehmer, der während der gesamten Handelszeit verbindliche An- und Verkaufsangebote in das allgemeine Auftragsbuch stellt. Der Market Maker dient der Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität am Markt.
siehe: Bestensauftrag, unlimitierter Auftrag
(halten, hold oder neutral) Analysteneinschätzung für eine Aktie, dass sie sich parallel zum (Branchen-)Index entwickeln wird.
Alle, die über von einem Börseunternehmen betriebenen Märkte auf eigene oder fremde Rechnung Finanzinstrumente kaufen und/oder verkaufen.
Ist an einem Finanzmarkt gegeben, wenn ? bedingt durch ein entsprechendes Angebot (und vice verca) ? Kauf- und Verkaufspreise in zeitlich kurzen Abständen gestellt werden. Die Wiener Börse AG bietet zusätzlich zum zuletzt zustandegekommenen Preis und dem Volumen beim Bezug von real time Daten auch die Markttiefe an. Es werden die jeweils fünf besten Bids und Asks des Orderbuches sowie die dazugehörigen Volumina angezeigt.
Bezeichnung für das Zusammenführen der in ein Handelssystem eingegebenen Orders (Aufträge) und Quotes zu Geschäftsabschlüssen (Preisbildung).
siehe: Greenshoe
(Stauprinzip) Die gängige Preisfeststellung auf Aktienmärkten, wobei der Preis eines Wertpapiers aus der Summe der Kauf- und Verkaufsaufträge dort ermittelt wird, wo unter Berücksichtigung der limitierten Aufträge der größte Umsatz möglich ist.
Market in Financial Instruments Directive; Richtlinie 2004/39/EG
Englische Bezeichnung für Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung.
Anleihe, die ähnlich konstruiert ist wie eine Doppelwährungsanleihe, die allerdings auf einen Währungskorb lautet.
siehe: Fehltrade
Ist die Maßzahl für die Sensitivität. Sie sagt aus, um wie viel Prozent der Anleihe- oder Rentenfondspreis steigt, wenn der Marktzins um ein Prozent fällt bzw. um wie viel der der Anleihe- oder Rentenfondspreis fällt, wenn der Marktzins um ein Prozent steigt.
Bezeichnung für mit besonderen Sicherheiten ausgestattete Geldanlageformen, wie z.B. Pfand- oder Kommunalbriefe.
Untersegment des Marktsegmentes equity market.at. Im mid market sind Aktien von Gesellschaften, welche zum Amtlichen Handel bzw. Geregelten Freiverkehr zugelassen oder in den Dritten Markt einbezogen sind und sich vertraglich zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten, zusammengefasst.