Flughafen Wien begrüßt Sicherungspaket für Krisenmaßnahmen für die heimische Luftfahrt im Doppelbudget 2027/28: „Wichtiger erster Schritt zur Sicherung und Stärkung des heimischen Luftfahrt- und Tourismusstandorts – signifikante Reduktion der Flugabgabe wäre nun wichtigste Maßnahme“
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Die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner, begrüßen die heutige Ankündigung des Bundesministers für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Budgetmittel für die österreichische Luftfahrt bereitzustellen und halten dazu fest:
„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesministers für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, trotz der angespannten Budgetsituation 30 Mio. Euro pro Jahr aus dem Doppelbudget 2027/28 für Krisenmaßnahmen für den Luftfahrtstandort Österreich bereitzustellen und schätzen das klare Bekenntnis zur heimischen Luftfahrt und ihrer wichtigen Bedeutung für die österreichische Volkswirtschaft sehr. Das ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Wirtschaftskraft und der Krisenresilienz des gesamten heimischen Luftfahrt-Sektors, der direkt und indirekt über 240.000 Arbeitsplätze in Österreich sichert und mit einer jährlichen Wertschöpfung von rund 25 Mrd. Euro etwa 5% des heimischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die nun wichtigste Maßnahme zur Stärkung der österreichischen Luftfahrt und damit des gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandorts ist eine signifikante Reduktion der Flugabgabe.
Die Luftfahrt ist von massivem internationalem Wettbewerb geprägt und der findet auch unmittelbar vor unserer Haustür statt. Während heute in Österreich auf der Kurzstrecke die dritthöchste Flugabgabe Europas gilt, heben 19 andere EU-Staaten gar keine derartige Abgabe ein – darunter auch die Slowakei mit dem nahegelegenen Flughafen Bratislava – dorthin haben Wizzair und Ryanair bereits Kapazitäten von Wien verlagert. Geopolitische Krisen, wie die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine führen zu massiven Passagierrückgängen aus diesen Regionen und damit zu deutlichen wirtschaftlichen Einbußen in der gesamten Luftfahrt- und Tourismusbranche.
Diese nationalen und geopolitischen Rahmenbedingungen machen es heimischen Airports immer schwerer, konkurrenzfähig zu bleiben und Airlines zu motivieren, neue Flugverbindungen zu ihren Standorten aufzunehmen. Durch eine sinkende Konnektivität leidet insbesondere der österreichische Wirtschafs- und Tourismusstandort. In Wien etwa kommen rund 40% aller Touristen mit dem Flugzeug an, bei Kongressgästen sind es über zwei Drittel – und das schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Hotellerie, Gastronomie, Handel und zahlreichen direkt und indirekt verbundenen Branchen. Diese Wachstumseffekte würden bei einer signifikanten Reduktion oder Abschaffung der Flugabgabe die im Vergleich dazu geringen Steuereinnahmen bei weitem übertreffen. Eine Absenkung von 30 Mio. Euro bei einer Kostenbelastung von zuletzt 180 Mio. Euro im Jahr 2025 kann daher nur ein erster Schritt sein, dem dringend noch weitere folgen müssen.“
Rückfragehinweis:
Pressestelle Flughafen Wien AG
Peter Kleemann, Unternehmenssprecher
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